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Schilddrüse – kleines Organ mit großer Wirkung

Die Schilddrüse ist ein zentrales Steuerorgan unseres Stoffwechsels. Ihre Hormone werden über die Blutbahn im gesamten Körper verteilt und beeinflussen nahezu alle biologischen Prozesse. Insbesondere die Energieaufnahme, die Stimmung und den Kreislauf.

Früher war der sogenannte Kropf (Struma) infolge von Jodmangel weit verbreitet. Heute sehen wir zunehmend Schilddrüsenunterfunktionen. Häufig verursacht durch eine Autoimmunerkrankung, die Hashimoto-Thyreoiditis.

Typische Symptome sind Müdigkeit, Antriebsschwäche, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung, Gewichtszunahme, Verdauungsprobleme oder eine ausgeprägte Kälteempfindlichkeit.

Schilddrüse Behandlung Berlin

Schulmedizinische Diagnostik und Behandlung

Eine Fehlfunktion der Schilddrüse lässt sich durch die Bestimmung von TSH, freien Schilddrüsenhormonen (fT3, fT4) und Antikörpern im Blut sowie durch eine Ultraschalluntersuchung erfassen. Die klassische Therapie besteht in der Gabe von Schilddrüsenhormonen.

Schilddrüsenhormone kurz erklärt

TSH ist kein Schilddrüsenhormon, sondern das Steuerhormon der Hirnanhangsdrüse, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion anregt. T4 (Thyroxin) ist das inaktive Schilddrüsenhormon. Es muss im Körper in die aktive Form T3 (Trijodthyronin) umgewandelt werden.

Hashimoto-Thyreoiditis
Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, die über Jahre symptomlos verlaufen kann. Eine frühzeitige, differenzierte Diagnostik und individuelle Begleitung können den Verlauf positiv beeinflussen.

T4, T3 und die Umwandlungsstörung

Die Schilddrüse produziert überwiegend T4 (ca. 80 %) und in geringerem Maß T3 (ca. 20 %). T3 ist jedoch das aktive Hormon, das den Zellen Energie liefert. Wenn die Umwandlung von T4 zu T3 nicht optimal funktioniert, bleibt der Stoffwechsel verlangsamt. Trotz ausreichender Medikamenteneinnahme.

Bis zu 80 % dieser Umwandlung findet in der Leber statt, wo spezielle Enzyme (Deiodinasen) T4 in T3 umwandeln. Ist die Leberfunktion oder der Stoffwechsel belastet, kann dieser Prozess gestört sein. Man spricht dann von einer Umwandlungsstörung.

Die Lösung besteht in solchen Fällen nicht in einer höheren Hormondosis (L-Thyroxin), sondern eventuell in der Kombination mit dem aktiven Schilddrüsenhormon und dem Beheben der Umwandlungsstörung. Durch gezielte Diagnostik, Unterstützung der Leber, Nährstoffoptimierung und Regulierung des Stoffwechsels.

Typische Anzeichen einer Umwandlungsstörung

Müdigkeit trotz Schilddrüsenmedikation
Haarausfall, Konzentrationsstörungen
Kalte Hände und Füße
Verdauungsprobleme
Gewichtszunahme trotz gesunder Ernährung
Selbsttest: Körpertemperatur morgens nach dem Erwachen
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist die Körpertemperatur typischerweise niedriger als normal (meist unter 36,4 °C). Der Grund ist ein verlangsamter Stoffwechsel, der die Wärmeproduktion des Körpers verringert.

Ganzheitliche und ergänzende Therapien

Die Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen ist ein zentrales Thema meiner Praxistätigkeit. Häufig zeigt sich, dass eine alleinige Hormontherapie keine vollständige Besserung bringt. Daher betrachte ich die Schilddrüsenfunktion im Kontext des gesamten Stoffwechsels, des Immunsystems und der hormonellen Balance.

Weiterführende Diagnostik kann beinhalten

Mineralstoffanalyse und Schwermetallbelastung (z. B. über OligoScan)
Mikroimmuntherapeutische Diagnostik bei Regulationsstörungen des Immunsystems
Mikrobiom-Analytik zur Beurteilung der Darmgesundheit
Beurteilung der Nebennierenfunktion
HPU

Ziel ist es, die Ursachen von Regulationsstörungen zu erkennen und individuell zu behandeln.

Frequenztherapie mit MILTA

In meiner Praxis setze ich zusätzlich die MILTA-Therapie ein. Eine sanfte Frequenztherapie, die die lokale Durchblutung fördern, Entzündungsprozesse regulieren und das energetische Gleichgewicht unterstützen kann. So lässt sich die Schilddrüsenfunktion harmonisieren und die Behandlung sinnvoll ergänzen.

Infusionstherapie

Gezielte Mikronährstoffinfusionen zur Unterstützung der Schilddrüsenfunktion und des Immunsystems.

Langzeitbegleitung

Regelmäßige Verlaufskontrollen und Anpassung des Therapieplans. Persönlich und kontinuierlich.

Verbindung zwischen Schilddrüse und weiblichen Hormonen

Die Schilddrüse steht in enger Wechselwirkung mit den weiblichen Geschlechtshormonen. Veränderungen im Hormonhaushalt. Etwa in der Pubertät, bei Kinderwunsch, nach Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Können die Schilddrüsenfunktion deutlich beeinflussen.

Ein Progesteron- oder Östrogenmangel, Zyklusstörungen oder hormonelle Verhütungsmittel wirken häufig indirekt auf den Stoffwechsel und die Aktivität der Schilddrüse. Umgekehrt können Schilddrüsenfehlfunktionen hormonelle Beschwerden wie Erschöpfung, Schlafprobleme oder Gewichtszunahme verstärken.

Daher biete ich auch eine Überprüfung der weiblichen Hormonlage an, beispielsweise per standardisiertem Fragebogen oder Speicheltest. So lassen sich hormonelle Zusammenhänge frühzeitig erkennen und gezielt behandeln. Je nach Befund erfolgt eine ganzheitliche Hormonberatung und Therapieplanung. In enger Abstimmung mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen.

Chronische Erschöpfung und Antriebslosigkeit
Gewichtszunahme trotz normaler Ernährung
Schlafstörungen und Schlaflosigkeit
Haarausfall und brüchige Nägel
Kälteempfindlichkeit und Frieren
Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmung
Herzrasen oder verlangsamter Puls
Konzentrationsprobleme und Gedächtnisstörungen
Hashimoto-Diagnose mit persistierenden Beschwerden

Ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Schilddrüse, Nebennieren, Geschlechtshormonen und Darm ist sehr wichtig, damit Körper, Stimmung und Energie wieder in Balance kommen und damit Sie sich wieder kraftvoll, klar und ausgeglichen fühlen.

Dr. med. Claudia Pechardscheck

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Schilddrüsenbeschwerden verdienen eine differenzierte Diagnostik. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen.